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Zukunftswerkstatt Düsseldorf
 
ArbeitslosenZentrum Düsseldorf

20 Jahre ZWD - eine Düsseldorfer Erfolgsgeschichte

Die Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD) feiert Geburtstag und hat in einem Pressegespräch am 12.01.2010 Bilanz gezogen. Seit 20 Jahren unterstützt die ZWD langzeitarbeitslose Menschen und Frauen nach der Familienphase auf ihrem Weg zurück in die Erwerbstätigkeit. 1989 ist die ZWD mit 8 Mitarbeiter/-innen gestartet, um den ersten 45 Arbeitslosen Einstiegshilfen in den ersten Arbeitmarkt anzubieten; sie beschäftigt heute 67 hauptamtliche Fachkräfte und bietet rund 1.000 Teilnehmer-Plätze an. Die ZWD hat sich zu einem professionellen Arbeitsmarktdienstleister für die Landeshauptstadt Düsseldorf entwickelt und ist Partner für Arbeitslose, Betriebe und die ARGE Düsseldorf. Seit der Gründung der ZWD haben insgesamt mehr als 10.000 Menschen die Angebote zur Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen. Für ihre Integrationserfolge erhält die ZWD Anerkennung von vielen Seiten.

 

Presegespräch

Werner Rous (Geschäftsführer der ARGE Düsseldorf), Claudia Diederich (Geschäftsführerin der ZWD), Burkhard Hintzsche (Sozialdezernent der Stadt Düsseldorf und Aufsichtsratsvorsitzender der ZWD), Helmut Cremer (ehem. Teilnehmer, jetzt: freiberufl. Dozent) v.l.n.r.

 

Zielsetzungen

„Menschen zu aktivieren, ihre Potenziale aufzudecken und zu entwickeln sowie ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt zu verbessern“, beschreibt die Geschäftsführerin Claudia Diederich die Zielsetzungen der ZWD. Als Hauptinstrument benennt sie die „Angeleitete Beschäftigung“ in den Zweckbetrieben der ZWD sowie in Kooperationsprojekten im Konzern Stadt und beschreibt damit eine bewährte Methode, nach der öffentlich geförderte Beschäftigung in betrieblichen Strukturen und mittels realer Aufträge mit der Förderung von beruflichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmer/-innen verbunden wird. „Unsere betriebsnahen Strukturen bieten eine wichtige Voraussetzung für die arbeitsmarktnahe Qualifizierung und Vorbereitung der Teilnehmer/-innen, die von den Arbeitsgebern geschätzt wird“, ergänzt die Geschäftsführerin.

 

Veränderte Rahmenbedingungen

Die zurückliegenden Jahre waren geprägt von permanenten gesetzlichen Veränderungen. „Immer wieder hat der Bundesgesetzgeber die Rechtsnormen für die Arbeitsförderung vom AFG bis zur Einführung des SGB III zum 01.01.1998 angepasst. Gleichzeitig wurden Finanzausstattung und Instrumente laufend verändert. Besonders einschneidend war die unter Hartz IV bekannt gewordene Einführung des Sozialgesetzbuches II – der Grundsicherung für Arbeitssuchende – zum 01.01.2005. Diesen Veränderungen hat sich die ZWD erfolgreich gestellt und mit großem Geschick kommunale Programme mit Bundes-, Landes- und EU-Programmen verbunden, um den Zielgruppen der kommunalen Beschäftigungsförderung neue Berufs- und Integrationsperspektiven zu eröffnen“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende der ZWD und Sozialdezernent der Stadt Düsseldorf Burkhard Hintzsche.

 

Während es früher überwiegend Sozialhilfebeziehende mit gemischten Profilen waren, sind es seit Einführung des SGB II meist als integrationsfern eingestufte ALG II-Beziehende. Aus langjähriger Erfahrung weiß die ZWD, dass öffentlich geförderte Beschäftigung ein wirksames Instrument ist, um benachteiligten Personen Integrationschancen zu eröffnen, wenn sie systematisch betrieben und von einem professionellen Träger umgesetzt wird. „Aber auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Unsere arbeitsmarktfernen Zielgruppen brauchen vor allem wieder längere Maßnahmelaufzeiten“, führt Claudia Diederich aus.

 

Pressegespräch
Hemut Cremer (ehem. Teilnehmer, jetzt: freiberufl. Dozent), Werner Rous (Geschäftsführer der ARGE Düsseldorf), Claudia Diederich (Geschäftsführerin der ZWD), Burkhard Hintzsche (Sozialdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf und Aufsichtsratsvorsitzender der ZWD) v.l.n.r.

 

Produkte und Dienstleistungen zum Wohl der Bürger

Die Stadt beauftragt ihre Tochtergesellschaft mit der Erstellung von Produkten und Dienstleistungen, die der Düsseldorfer Bürgerschaft zu Gute kommen. „Die ZWD kombiniert in hervorragender Weise ihre Integrations- und Qualifizierungsarbeit mit den Zielen der Stadt in anderen sozial- und umweltpolitischen Aktionsfeldern, z. B. in den Bereichen Stadtsauberkeit und Grünpflege, umwelt- und bürgerfreundliche Mobilität, Familienfreundlichkeit, Kinder- und Jugendförderung, Leben im Alter“, erläutert der Sozialdezernent.

 

Die ZWD bietet z. B. gemeinsam mit der Rheinbahn zusätzliche Serviceleistungen für deren Kunden an: Hilfe beim Ein- und Ausstieg, Hilfe bei der Bedienung der Fahrkartenautomaten oder auch einen Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Personen. Mit der Düsseldorfer Radstation, in der Dienstleistungen wie Fahrradparken, Fahrradverleih, Reparaturservice und vieles mehr angeboten werden, unterstützt die ZWD die umweltfreundliche Mobilität. Schulhöfe können nachmittags zum Spielen geöffnet werden, weil die ZWD die Aufsicht sicherstellt. Mit den Grünmobilen wird durch zusätzliche Reinigungsintervalle in städtischen Grünanlagen die Stadtsauberkeit verbessert. In ihrem Dienstleistungspool CASA BLANKA bietet die ZWD sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze als Alternative zur Schwarzarbeit. Zum Kernangebot gehören hauswirtschaftliche Dienstleistungen, Alltagsunterstützung für ältere Menschen und Hilfe bei der Mittagsversorgung in Kindertagesstätten und Schulen der Stadt.

 

Hohe Eigenfinanzierungsquote

Die Maßnahmen der ZWD werden in enger Abstimmung mit der ARGE Düsseldorf realisiert und über diese auch zu einem großen Teil finanziert. „In Düsseldorf gehen wir einen besonderen Weg, in dem wir in einem gestuften System Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierung verknüpfen. Die ZWD ist uns dabei ein langjähriger und verlässlicher Partner, mit dem wir gerne und erfolgreich zusammen arbeiten. Projekte wie die Servicekräfte im ÖPNV finden bundesweites Interesse. Und die Integrationsquoten der ZWD belegen im überregionalen Vergleich hervorragende Plätze“, erläutert Werner Rous, Geschäftsführer der ARGE Düsseldorf.

 

Allein aus den Zuschüssen der ARGE können die leistungsfähigen Strukturen der ZWD aber nicht getragen werden. Einen wichtigen Beitrag zur Kostendeckung leisten die Umsatzerlöse aus den Zweckbetrieben. „Möglich ist die im Vergleich sehr hohe Eigenfinanzierungsquote von 30 % durch die Aufträge unseres Gesellschafters für zusätzliche Produkte und Dienstleistungen. Ohne diese konkrete Unterstützung könnte die ZWD ihren Satzungszweck nicht in dieser Form erfüllen“, kommentiert die Geschäftsführerin.

 

Broschüre gibt Einblicke in die ZWD

Anlässlich ihres Firmenjubiläums hat die ZWD eine Broschüre mit persönlichen Portraits von Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstellt, die darüber berichten, was sie von der ZWD mitnehmen konnten und wie sie dies erfolgreich für sich umgesetzt haben. Einer von ihnen, Helmut Cremer, hat nach vielen erfolgreichen Berufsjahren mit 48 Jahren seine Stelle verloren. 5 Jahre war er arbeitslos, bis er zur ZWD kam. „Dort hat mir endlich jemand zugehört, sich für mich interessiert und sich um mich gekümmert. Ohne die aktive Hilfe der ZWD hätte ich den Wiedereinstieg wohl nicht geschafft – dafür bin ich der ZWD sehr dankbar“, berichtet Herr Cremer im Pressegespräch. Nach einer Arbeitsgelegenheit als Fahrgastbegleiter und im Anschluss an die IHK-Prüfung zur Sicherheitsfachkraft hat Herr Cremer eine Stelle bei einem Sicherheitsunternehmen gefunden. Dort ist er schnell zum Handlungsbevollmächtigten aufgestiegen. Seit Frühjahr 2009 ist er selbständiger Dozent und bildet selber Mitarbeiter für den Sicherheits- und Wachdienst aus.

 

Imagebroschüre 


 

Berichterstattung in den Medien

 

Bild-Zeitung, 13.01.2010   
Business-On, 13.01.2010  
Der Westen, 12.01.2010  
Düsseldorfer Anzeiger, 13.01.2010  
Düsseldorfer Stadtteilmagazine, Jan. 2010  
Landeshauptstadt Düsseldorf, 13.01.2010  
NRZ, 13.01.2010  
RP, 13.01.2010  
WZ, 13.01.2010  

 


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